Erste Eindrücke und kurzer Bericht des revolutionären 1. Mai in Karlsruhe


+++ massives Aufgebot bei DGB-Demo +++ Bullen suchen Grund für Eskalation +++ Verhaftung bei satirischem Theaterstück zur Wehrpflicht +++ selbstbestimmte revolutionäre Demo mit um die 1000 Teilnehmer:innen +++ Aufstocken, Prügel, aber keine Chance Genoss:innen rauszuziehen +++ Ausklang bei 1. Mai Fest mit Essen, Getränken und Musik +++

Wir können auf einen erfolgreichen 1. Mai zurückblicken. Mit einem kämpferischen Bereich auf der Demonstration des deutschen Gewerkschaftsbundes, der größten revolutionären 1. Mai Demonstration in Karlsruhe mit etwa 1000 Teilnehmer*innen und einem großen Straßenfest in der Südstadt. Wir haben den ganzen Tag über deutlich gemacht, was der erste Mai bedeutet: unsere Stärke als Klasse zu erkennen, Solidarität miteinander aufzubauen, gegen den ausbeuterischen Kapitalismus zu kämpfen und eine revolutionäre Perspektive auf die Straße zu tragen.

Am Morgen sind wir mit einer Spontandemonstration zur Auftaktkundgebung der DGB-Jugend gegangen. Auch wenn die Bullen versucht haben das zu unterbinden, hatte das die gegenteilige Wirkung – gleich zu Beginn wurde eine wütende, kämpferische und bestärkende Stimmung in Bewegung gesetzt. Auf der Demonstration des DGB haben die Bullen zwei Genoss*innen angegriffen und verhaftet, um ein Straßentheater gegen die Wehrpflicht zu unterbinden. Es folgte eine breite Solidarisierung aus der Gewerkschaft, von den Kolleg*innen vor Ort und dem Jugendblock. Weniger Applaus gab es für den Kürzungs-Bürgermeister Frank Mentrup, wessen Rede auf dem Marktplatz durch kritische Zwischenrufe aus dem Publikum gestört wurde.

Auf der Straße wurde schnell klar, dass der erste Mai unser Tag ist. Dem massiven Bullenaufgebot wurde mit Entschlossenheit begegnet. Aus der Menge flogen Rauchtöpfe und Wasserbomben in die Polizeiketten und jeder Versuch die Demo zu stoppen wurde mit Gegenwehr beantwortet. Wir haben klar gemacht: Wir lassen uns nicht einschüchtern! Weder durch Polizeiknüppel noch durch schlagfreudige Beamte. Der Einsatz der hochgerüsteten Bullen, hat unsere Entschlossenheit und unsere Wut auf die Verhältnisse nur befördert!

Im Zentrum dieses 1. Mai stand der Kampf gegen Krieg und Militarisierung. Das wurde auch durch einen neuen Anstrich für den Kriegsfinanzier Deutschen Bank deutlich. Auch die Funktion der Telekom in der imperialistischen Kriegsführung und der Kriegsvorbereitung in Deutschland wurde entlarvt. Auch in Reden, Aktionen und unserem Ausdruck auf der Straße wurde deutlich: wir müssen internationale Solidarität mit unseren Klassengeschwistern weltweit aufbauen und die Kriege der Herrschenden mit allen dafür nötigen Mitteln bekämpfen.

In der Südstadt hat die Polizei versucht die Demonstration daran zu hindern, auf das Straßenfest in der Wilhelmstraße zu kommen und hat die Demospitze zeitweise eingekesselt. Daraufhin haben sich mehrere Menschen aus der Nachbarschaft auf dem Werderplatz versammelt, haben sich teilweise solidarisiert und den Bullen klar gemacht, was sie von ihnen und dem Einsatz halten. Die Demo konnte schlussendlich in das Straßenfest in der Südstadt aufgelöst werden und der Versuch am Schluss der Demo Teilnehmer*innen festzunehmen ist ihnen nicht gelungen.

Weitere Eindrücke und ein poltischer Nachbericht folgt.

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