Revolutionär kämpfen – Für eine Zukunft ohne Krise, Krieg und Rechtsentwicklung 1.Mai 2026


Weitere Information zum 1. Mai 2026 in Karlsruhe?
Aufruf für die revolutionäre 1. Mai Demonstration & auf instagram findet ihr viele Informationen beim linken & revolutionären Infoportal Karlsruhe @lika_info


Egal ob du Kinder hast oder keine. Dein Mann „hilft“ immer nur und Vater zu sein nennt er „babysitten“? Bemüht sich, aber die Denkarbeit und die Organisation übernimmst du?
Er macht schon Sachen, um die du ihn bittest, aber eigenständig sich zu überlegen was zu tun wäre, ist nicht drin. Du übernimmst den Haushalt, weil wenn er putzt, dann ist es immer noch nicht richtig sauber oder die Wäsche dann doch verwaschen?

Oder hast du gar Angst ihn zu kritisieren, weil wenn ihm was nicht passt, dann wird er aggressiv?

Aber das sind alles keine Einzelfälle, sondern das hat System! Männer können das nicht von Natur aus nicht, sondern sind so erzogen und profitieren von den patriarchalen Zuständen. Frauen werden doppelt ausgebeutet, vom Kapitalismus selbst und von den Männern.

So wie es ist, kann es nicht bleiben! Bringt eure Kinder und Freund:innen mit und kommt mit uns am 1. Mai auf die Straße.


Wiedermal mit Müh und Not eine kleine Gehaltserhöhung verhandelt? Der Kaffee wird gestrichen? Scheiß Arbeitsbedingungen, aber einen Obstkorb? Das Fließband läuft seit heute schneller? Tarifverträge werden untergraben?

Die Chefs sagen, mehr ist nicht drin, wir sitzen doch alle im gleich Boot und müssen zusammenhalten.
Im gleichen Boot? Wenn wir bei der Metapher bleiben, dann liegen die Chefs an Deck in der Sonne und wir Arbeiter:innen rudern. Auch wenn Abteilungsleiter:innen nicht unbedingt cool sein müssen, meinen wir mit Chefs, die Menschen, denen die Fabriken gehören, die Kapitalist:innen. Sie bestimmen über die Produktion, über Einstellungsstopps, Auslagerung der Produktion – es wird produziert um zu verkaufen und das bei maximalem Profit. Sobald dieser gefährdet ist, werden Löhne gedrückt. Selbst Kolleg:innen, welche gar nicht schlecht bezahlt werden, können sich ja errechnen, wie viel sie dem Arbeitgeber einbringen und was an Profit bei den Eigentümer:innen hängen bleibt.
Wir brauchen eine Wirtschaft, in der wir uns mit all unserem Wissen einbringen können, in welcher wir als Arbeiter.innen entscheiden was produziert wird, auf Grundlage unserer Bedürfnisse und im Einklang mit Mensch und Natur. Daher gehen wir am 1. Mai gemeinsam auf die Straße – für den Sozialismus und das Gute Leben für alle!


Wehrpflicht? Aufrüstung zur Verteidigung? Bundeswehr Werbung, die sich als attraktiven Arbeitgeber inszeniert? Mit allen Mitteln wird Krieg momentan verharmlost und die Aufrüstung und Kriegsvorbereitung mit der Angst und Panik vor einem konstruierten Feinbild gerechtfertigt.

Auf der anderen Seite überschlagen sich die Nachrichten täglich mit neuen erschreckenden Ereignisse. Die Welt spielt scheinbar verrückt. Das ist kein Zufall. Das Kriege für die Herrschenden wieder immer mehr zur Option für die Sicherung von Absatzmärkten, Handelsrouten und Ressoucenbeschaffung werden, ist nicht mehr zu leugnen. Schuld dabei sind natürlich immer die anderen.
Auch wenn wir in Deutschland wahrscheinlich keine klassischen Fronten haben werden, wird der Krieg unser alltägliches Leben erschüttern. 1000 Soldat:innen sollen in unseren Krankenhäusern täglich versorgt werden, zivile Institutionen werden auf Kriegszeiten vorbereitet und unsere Klasse soll als Kanonenfutter herhalten.
Viele hängen der Illusion nach, dass sie sich aus dem Krieg raushalten könnten. Dass ihre Söhne nicht betroffen sein werden, dass ihr Familien verschont werden.

Wir können und müssen diese immer weiter voranschreitende Konfliktspirale beeinflussen und verhindern.
Daher müssen wir gegen die Wehrpflicht, Bundeswehr an Schulen und Messen aktiv werden. Die Politik der Herrschenden muss entlarvt werden. Denn die Reichen profitieren vom Krieg und wollen ihn daher, die Jugend und unsere Klasse leidet darunter. Daher gehen wir am 1. Mai auf die Straße. Gegen die Militarisierung und Aufrüstung und gegen die akute Kriegsgefahr.


Beim Blick auf die Tanksäule überlegt man sich gerade, ob man den Weg auch ohne Auto schafft? Der Einkauf beim Supermarkt ist gleich teuer, aber nur noch die Hälfte im Einkaufswagen? Eine Wohnung in erreichbarer Nähe zu finden ist schwierig, dass sie dann auch noch bezahlbar ist, fast unmöglich.
Das sind keine unvorhersehbaren Entwicklungen oder Zufall. Preise werden gemacht. Hinter der Kalkulation stecken Konzerne und die Profite der Leute dahinter, denen die Fabriken und die Wohnungen gehören und sich das Geld zur eigenen Bereicherung in die Taschen stecken.

Im Leben geht es momentan nicht darum, dass öffentliche Leben zu gewährleistet oder dass wir uns gesund ernähren können, und die wenige Freizeit, die man hat, entspannt genießen kann, sondern dass der maximalen Profit im Kapitalismus rausgeschlagen wird, für einige Wenige.
Früher war es sogar noch möglich mit harter Arbeit ein überschaubares Leben führen zu können. Diese Zeiten sind für viele Teile unserer Klasse und vorallem für die Jugend vorbei.

Der Kapitalismus hat uns nichts mehr zu bieten. Daher gehen wir am 1. Mai auf die Straße.


In den letzten Jahren nehmen rechte Aktivitäten zu, die zuspitzende Rechtsentwicklung ist greifbar und auch rechte Gewalt nimmt zu. In Parlamenten und auf der Straße.
Wir im Süden Deutschlands sind bisher von gewalttätigen Faschos auf der Straße weitgehend verschont geblieben. Auf dem Dorf, zeichnet sich schon ein anders Bild und in anderen Bundesländern erst recht.

Von rechten Stammtisch Parolen, rassistischen Aussage und Gesetzen von fast allen bürgerlichen Parteien, Brandanschläge auf Geflüchtenunterkünfe, Übergriffe auf der Straße oder Angriffe auf Demonstrationen von queeren Menschen. Die Rechten organisieren sich wieder spürbarer und es ist gerade für viele junge Menschen eine scheinbare Alternative mit den prekären Auswirkungen der kapitalistischen Krise umzugehen.
Wir müssen uns wehren und das Erstarken von Faschos aufhalten, um Morde des NSU oder Anschläge wie das Attentat in Halle oder Hanau nicht zum Alltag werden zu lassen.

Die Geschichte zeigt, dass der Faschismus für Eigentümer:innen und die Herrschenden eine Option ist, wenn ein autoritärer werdender Staat den Machterhalt nicht mehr sichern kann. Daher gehen wir am 1. Mai auf die Straße! Wir müssen unsere Positionen greifbar machen und eine Perspektive abseits von Ausbeutung und Unterdrücken aufzeigen! Es ist unsere Aufgabe unsere Klasse zu gewinnen und letztlich mit dem Sozialismus den Nährboden für Faschismus endgültig zu entziehen.


Schon als Kind wird einem beigebracht, dass die Cops unser Freund und Helfer sind. Früher oder später merken große Teile unserer Klasse, dass dem nicht so ist.
Die Familie nebenan wird von Bullen abgeschoben. Die ersten Kontrollen nach Drogen am Bahnhof, weil man ins Schema passt. Die erste Prügeleinheit bei einer Demo. Die erste sexuelle Schikane bei einer Kontrolle. In den Medien hört man schon wieder von vermeintliche Einzelfälle von Cops in rechten Chatgruppe. Schon wieder ein Mord durch Polizeigewalt, 4 Schüsse in den Rücken.

Man denkt vielleicht, mein Nachbar oder meine Tante sind doch gute Cops. Aber Cops entscheiden nicht nach einem Gewissen, sondern befolgen Anweisungen. Selbst die nettesten Menschen der Welt in Uniform müssen eine Oma, die auf Pfandflaschen angewiesen ist, aus ihrer Wohnung prügeln, wenn das der Befehl ist. Das hat System. Bullen dienen dazu, den Machterhalt der Herrschenden, der Reichen und der Eigentümer:innen zu schützen. Sobald man sich nicht an die Regeln im bürgerlichen Gesetzbuch hält, wird mit Repression überschüttet. Mal versucht der Staat noch zu befrieden, wenn das nicht möglich ist, antwortet er mit Härte!
Daher gehen wir am 1. Mai auf die Straße! Lasst uns gemeinsam das System ins Wanken bringen!


Jetzt gilt es mehr denn je, sich zu organisieren und gemeinsam zu kämpfen gegen Krieg, Krise und Rechtsentwicklung.
Den Kapitalismus revolutionär zu überwinden und eine klassenlose Gesellschaft in Frieden und Freiheit aufzubauen, klingt erst einmal nicht denkbar und ist kein Projekt was sich kurzfristig verwirklichen lässt. Aber wir können hier und heute erste Ansätze dafür finden.

Revolutionär zu kämpfen heißt, die Hoffnung nicht zu verlieren und einer Perspektive zu zeichnen in Zeiten die aussichtslos erscheinen.
Revolutionär zu kämpfen heißt, sich den Kriegen der Herrschenden zu widersetzen und internationale Solidarität zwischen den Völkern aufzubauen.
Revolutionär zu kämpfen heißt, sich den Rechten und Faschist:innen, mit allen dafür notwendigen Mitteln in den Weg zustellen.
Revolutionär zu kämpfen heißt, sich als Frauen zu organisieren und das Patriarchat zu bekämpfen.
Revolutionär zu kämpfen heißt, an die täglichen Kämpfe in den Betrieben anzuknüpfen und solidarisch Seite an Seite mit den Kolleg:innen zu stehen.
Revolutionär zu kämpfen heißt, heute die Bausteine zu sammeln für den Aufbau einer neuen Welt.
Der Kapitalismus hat uns nichts mehr zu bieten.

Komm mit uns am 1. Mai auf die Straße!