Liebknecht-Luxemburg-Lenin Gedankdemonstration

Rückblick: Luxemburg-Liebknecht-Lenin Gedenken in Berlin

Im Folgenden ein Blick auf einige Aktivitäten, die am vergangenen Wochenende im Rahmen des jährlichen Gedenkens an Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Vladimir Lenin stattgefunden haben. Rosa und Karl, die beiden revolutionären Köpfe der deutschen Arbeiter:innenbewegung und Mitgründer:innen der KPD, wurden am 15. Januar 1919 von Freikorps, die in enger Verbindung zur SPD standen, ermordet um die Novemberrevolution abzuwürgen. Lenin starb am 21. Januar 1924 an schwerer Krankheit, nachdem er als zentraler Stratege und politischer Führer der russischen Revolution zum Sieg verholfen und die Gründung der Sowjetunion auf den Weg gebracht hat.

Insgesamt sind über 10.000 Sozialist:innen und Kommunist:innen bundesweit und international nach Berlin gekommen, um den Revolutionär:innen zu gedenken und um in Veranstaltungen, Demonstrationen und Aktionen die Aktualität des Kampfes für eine sozialistische Gesellschaft in den Fokus zu rücken.

Revolutionäre Geschichte verteidigen – Damals wie heute: Der Hauptfeind steht im eigenen Land!

Jedes Jahr Anfang Januar kommen tausende Menschen in Berlin zusammen, um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken. Die Demonstration in der Erinnerung an Luxemburg-Liebknecht-Lenin hat bis heute ihre Anziehungskraft nicht verloren. Ihre Bedeutung geht über die kommunistische Bewegung hinaus. Das bürgerliche Lager und ihre Medienhäuser schauen genauso auf die Demonstration wie andere Teile der politischen Linken.

Dass die LLL-Demonstration heute kein Relikt vergangener Zeit ist, liegt in ihr selbst. Seit Beginn an ist das Gedenken an die Führer:innen der Novemberrevolution 1918 mit den Angriffen der Konterrevolution konfrontiert – außer in den vier Jahrzehnten, in denen es mit der DDR einen anderen deutschen, einen sozialistischen Staat gab, wo das Gedenken an Luxemburg und Liebknecht Ehrensache und Vermächtnis war.

Die Angriffe sind nicht ohne Grund: Die Namen selbst, derer Anfang Januar in Berlin gedacht wird, sind den Herrschenden bis heute ein Dorn im Auge. Es sind die Mitbegründer:innen der kommunistischen Partei, die immerhin maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der 1.Weltkrieg für den deutschen Imperialismus, die Herrschenden und Kapitalisten in diesem Land zuerst einmal verloren ging und das Proletariat einige Siege davon tragen konnte.

Auf zum Luxemburg-Liebknecht-Lenin Wochenende nach Berlin!

Aufruf von Bund der Kommunist:innen | Rote Jugend Deutschland | Perspektive Kommunismus zum LL-Wochenende nach Berlin:

„Jahr für Jahr gedenken Kommunist:innen am zweiten Januar- Wochenende der gefallenen Revolutionär:innen in Deutschland, allen voran Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Wir meinen, dass ein kämpferisches Gedenken gerade heute aktueller ist denn je. Das Werk von Rosa und Karl könnte relevanter nicht sein. Damals wie heute befinden wir uns in einer Situation, in der die herrschende Klasse Militarismus und Kriegsvorbereitung auf die Tagesordnung setzt.
Damals wie heute sehen wir, wie die Armut und Not der Arbeiter:innenklasse sich immer weiter vertieft, und die Herrschenden darauf nichts anderes zu antworten wissen, als den Militarismus nach innen zu wenden. Schon damals schrieb Karl Liebknecht:
„Allerdings soll nicht vergessen werden, dass sich der Militarismus auch gegen den inneren nationalen, selbst religiösen ‚Feind‘ – in Deutschland zum Beispiel gegen die Polen, Elsässer und Dänen – richtet.“ […]“